Fridays for future

Liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Eltern,

seit einiger Zeit finden regelmäßig große Demonstrationen für besseren Klimaschutz statt.

Ich finde es richtig und wichtig, dass auch möglichst viele Schülerinnen und Schüler unserer Schule sich grundsätzlich für das wichtige gesellschaftliche Thema „Klimaschutz“ interessieren und engagieren. Ich möchte euch bzw. Sie jedoch hiermit über die rechtliche Situation im Hinblick auf diesen Tag informieren: Die Freitagsdemonstrationen sind meistens reguläre Schultage. Sollten Schülerinnen und Schüler an diesem Tag ganz oder teilweise im Unterricht fehlen, weil sie an einer Demonstrationsveranstaltung teilnehmen, werden die dadurch entstandenen Fehlstunden als „unentschuldigt“ gewertet. Auch eine (nachträgliche) Entschuldigung des Fernbleibens durch Eltern aus diesem Grund darf von Lehrerinnen und Lehrern nicht akzeptiert werden.

Mir ist es wichtig, an dieser Stelle für eine rechtliche Klarstellung zu sorgen. Ob es gute Gründe gibt, durch das Fernbleiben von der Schule an diesem Tag ein Zeichen „zivilen Ungehorsams“ zu setzen, kann und sollte aus meiner Sicht nicht von zur politischen Neutralität verpflichteten Lehrerinnen und Lehrern (bzw. von der Schulleitung) beantwortet werden, sondern muss von jeder Schülerin und jedem Schüler selbst entschieden werden.

Ich bin mir sicher, dass in vielen Familien bereits intensiv darüber diskutiert wird. Auch im Schulunterricht (zum Beispiel im Klassenrat) sollen diese Diskussionen bitte unbedingt geführt werden, denn diese Auseinandersetzungen sind ein wichtiger Beitrag zur politischen Bildung an der Oberschule Hanstedt. Ein Streik muss jedoch aus ebenso guten Gründen ein Streik bleiben.

Mit herzlichen Grüßen

Anke Drewes

Schulleiterin